Montag, 30. April 2012

Very special, very lecker: Lavendel Cupcakes

Hach, irgendwie bin ich momentan im Backrausch.
Back to the roots quasi. Ich fühle mich mit meiner Kenwood und meinem Ofen einfach voll in meinem Element.
So gerne ich auch koche, das Backen ist nachwievor meine große Leidenschaft, zu der ich nur viel seltener komme, als mir lieb ist.
Nach dem Kranksein folgt ja quasi heute ein Brückentag samt Feiertag und deswegen nutze ich die Gunst der Stunde.

Heute mal wieder mit Cupcakes und zwar einer ganz besonderen Sorte: Lavendel!
An Lavendel-Geschmack scheiden sich die Geister - entweder man hasst ihn oder man liebt ihn.
Und nachdem ich ja gestern leider beim Schoko-Cola-Kuchen festgestellt habe, dass mir Tonkabohne so gar nicht zusagt, muss ich sagen, dass ich Lavendel dafür umso mehr liebe!



Ich habe Lavendel-Cupcakes zum ersten Mal bei Royal Cupcakes in Köln gegessen, als ich mit zwei lieben Internet-Cupcake-Bekanntschaften dort mal Probe essen war und wir uns durchs Sortiment gefuttert haben. Der lila Cupcake namens Carla hat mich dabei besonders überzeugt: Ein weicher saftiger Rührteig mit leichtem Vanille- und Lavendelgeschmack, dazu ein nicht zu süßes, ebenfalls mit Lavendel parfürmiertes Frosting - perfekt!
Seitdem (und das ganze ist schon 2 Jahre her) geht mir diese Geschmacksrichtung nicht mehr aus dem Kopf, ich wusste nur nie, wie ich sie nachmachen sollte.

Getrocknete Lavendelblüten habe ich schließlich bei der Gewürzfrau meines Vertrauens gefunden und nachdem ich mir ja vorvergangene Woche in London endlich mal das "The Hummingbird Bakery Cookbook" gekauft habe und dort das Rezept für die "lavender cupcakes" gefunden habe, wusste ich endlich, wie ich in den Lavendel in die Cupcakes bekomme: durch Einweichen in Milch. Hätte man auch selber draufkommen können.
Aber jetzt gab es kein Halten mehr und ich musste es endlich ausprobieren.

Da Lavendel wie schon erwähnt ja einen ziemlich starken, parfümartigen  Eigengeschmack hat, habe ich das Rezept zum Testen sicherheitshalber halbiert und stattdessen noch um Vanilleextrakt ergänzt, weil ich gerade die Kombination aus Vanille und Lavendel so großartig finde.

Wichtig ist noch, dass man mit der Vorbereitung am Vortag beginnen sollte, weil die getrockneten Lavendelblüten am besten über Nacht in Milch eingelegt werden sollten, um diese ausreichend zu parfümieren.

Nach dem Einweichen sah die Milch eher gräulich aus und wirkte im Frosting nicht besonders gut. Lila Pastenfarbe hatte ich aber auch nicht mehr da, deswegen habe ich mein Frosting noch mit je einem Tropfen Rot- und Hyazinthe-Pastenfarbe lila geschummelt.


Lavendel-Cupcakes
für 5-6 Cupcakes

Für den Teig
60 ml Vollmilch
1-2 El getrocknete Lavendelblüten (ich habe direkt 2 El genommen)
60 g Mehl
60 g Zucker
1 Tl Weinsteinbackpulver
20 g weiche Butter
1 Ei (Größe M)
1 Tl echter Vanilleextrakt

Für das Frosting
1 El Vollmilch
1 Tl getrocknete Lavendelblüten
40 g weiche Butter
125 g Puderzucker, gut durchgesiebt
lila Lebensmittelfarbe nach Belieben
getrocknete oder frische Lavendelblüten zum Verzieren

Am Vorabend:
Die Milch und die getrockneten Lavendelblüten für den Teig gut verrühren, in ein kleines Gefäß geben (z.B. Glas mit Schraubverschluss) und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.
Die Milch und die getrockneten Lavendelblüten für das Frosting ebenfalls verrühren und in ein weiteres kleines Gefäß geben. Auch in den Kühlschrank stellen.

Am Backtag:
Den Ofen auf 175 °C vorheizen. Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen.

Für den Teig das Mehl zusammen mit dem Zucker, dem Backpulver und der Butter in eine Schüssel geben und mit dem Handrührer zu einem krümeligen Teig verrühren.
Die Milch für den Teig durch ein Sieb in den Teig gießen. Die Lavendelblüten dabei gut mit einem Löffel ausdrücken, danach entsorgen.
Die Milch gut unterrühren, bis ein glatter Teig entsteht.
Danach das Ei und den Vanilleextrakt dazugeben und nochmals gut unterschlagen.

Den Teig gleichmäßig auf die Förmchen verteilen, dabei nur zu etwa 3/4 befüllen.
Auf der mittleren Schiene 20-25 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist.
Die Cupcakes 10 Minuten im Blech ruhen lassen, dann aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Währenddessen für das Frosting die Butter und den Puderzucker in eine Rührschüssel geben und gut durchrühren, bis eine leicht krümelige bis feste Masse entsteht.
Die Milch für das Frosting durch ein Sieb in das Frosting gießen, dabei die Blüten wieder gut ausdrücken.
Das Frosting kurz zu einer glatten Masse rühren, dann nach Belieben noch ein bis zwei Tropfen Speisefarbe einrühren.
Nun auf höchster Stufe etwa 5 Minuten luftig aufschlagen.

Das Frosting mit Hilfe einer kleinen Palette oder eines Messers auf die Cupcakes auftragen und nach Belieben mit getrockneten oder frischen Lavendelblüten verzieren.


Anfangs war ich aufgrund der Teigzubereitung etwas skeptisch, weil es sich nicht um einen klassischen Rührteig handelt, bei dem Ei und Butter lange aufgeschlagen werden. Insgesamt kommt der Teig auch mit erstaunlich wenig Butter aus. Das Ergebnis war aber prima! Allerdings konnte ich von der Hälfte der Zutaten des Originalrezepts, also der oben angegeben Menge nur 5 kleine Förmchen füllen.

Das Frosting finde ich perfekt - die Menge Butter, Zucker und Milch harmoniert hervorragend. Das Frosting schmeckt weder zu süß noch zu mächtig, sondern passt wirklich perfekt. Die angegebene Menge verwende ich für meine zukünftigen Cupcakes als Standardrezept.


Vom Geschmack bin ich schlicht begeistert.
Die Cupcakes sind sehr locker und gleichzeitig sehr saftig und schmecken und duften ganz sanft nach Vanille und Lavendel.
Das Frosting ist etwas kräftiger im Geschmack, ist aber wie beschrieben weder zu süß noch zu schwer, ist dafür deutlich mit Lavendel parfümiert.
Ich mag Lavendel wie gesagt und finde die Cupcakes deswegen großartig.
Mein Freund hat hingegen einmal reingebissen und es sofort wieder ausgespuckt, weil es ihn nach eigener Aussage an Weichspüler und Mottenkugeln erinnert und er es deswegen nicht runter gekriegt hat.

Wenn ihr euch unsicher seid, versucht es deswegen lieber erst mal mit der hier angegeben kleinen Menge.
Aber wenn ihr Lavendel mögt, werdet ihr begeistert sein!

Sonntag, 29. April 2012

Nachgebacken: Schoko-Cola-Kuchen von Paule

Nachdem ich dann doch wieder eine ganze Woche ans Bett gefesselt war und mich nur zwischendurch am Mittwoch noch mal zum Arzt geschleppt habe, um nun doch Antibiotikum in Empfang zu nehmen, habe ich vermehrt Vorratsküche betrieben. War auch mal nicht schlecht. Wisst ihr was ihr eigentlich alles an Vorräten in euren Schränken habt? Ich war beeindruckt, was ich alles ohne Einkaufen gehen zu müssen noch da hatte und zaubern konnte!

Seit gestern geht es mir dann auch wieder besser und nach einer kleinen Landpartie samt Grillen mit lieben Menschen bei angenehmen Temperaturen, fühlte ich mich auch wieder wesentlich fitter.
Fit genug, um heute endlich mal den Kuchen nachbacken zu können, der schon eine ganze Weile auf meiner Nachkochliste stand.


Nachdem die liebe Paule im Januar ihren Schoko-Cola-Kuchen (oder auch schöner klingend: Gâteau fondant Cho-Cola) verbloggt hat, gab es in der Blogger-Welt kein Halten mehr und gefühlt jeder wollte oder hat den Kuchen nachgebacken.
Ich dann drei Monate später, aber besser spät als nie!
Das ursprüngliche Rezept stammt von dem französischsprachigen Blog Le Pétrin und wurde von Paule leicht modifiziert und um Tonkabohnen ergänzt.

Da ich vor kurzem einen Gutschein bei einem Gewürzhändler eingelöst und testweise auch mal Tonkabohnen mitbestellt habe, war das die Gelegenheit für mich diese ominösen Bohnen, die wortwörtlich in aller Munde sind mal zu testen.
Der Geruch hat mich ehrlichgesagt nicht überzeugt, sie riechen stark nach Marzipan und wenn ich eines nicht mag, dann ist das Marzipan.
Aber angeblich sollen sie in Gebäck nach Vanille schmecken, deswegen habe ich ihnen eine Chance in Paules Kuchen gegeben.


Ich habe mich weitgehend an das Rezept von Paule gehalten und verweise deswegen an dieser Stelle nur darauf: Schoko-Cola-Kuchen

Hier sind meine kleinen Änderungen:
  • Ich habe ganz normale Cola verwendet.
  • Ich habe die beiden Eier einzeln unter die Cola/Butter/Sahne/Milch-Mischung gerührt und dann erst alles zusammen langsam unter Rühren in die Mehl/Kakao-Mischung gegossen.
  • Ich habe das Natron im Kuchen weggelassen, weil ich das neben Weinsteinbackpulver (das ich sowieso ausschließlich zum Backen verwende) und Salz für überflüssig halte. Ich wüsste nicht, welchen anderen Effekt es hat.
  • Ich habe eine 24cm-Springform verwendet.
  • Mein Kuchen war bereits nach 40 Minuten fertig, deswegen würde ich unbedingt empfehlen schon mal nach 35-38 Minuten eine erste Stäbchenprobe zu machen. Beim Abkühlen festigt der Kuchen sich auch noch weiter.
  • Für die Glasur habe ich light corn syrup verwendet. Da meine Glasur aber leider viel zu flüssig war, habe ich sie stattdessen einfach mittels Handrührern nach dem Durchkühlen zu einer Ganache aufgeschlagen und auf dem Kuchen verstrichen.
  • Mangels Kakaobohnen habe ich weiße Raspelschokolade zum Dekorieren verwendet.


Ich kann sagen, dass der Kuchen (zum Glück) nicht nach Cola schmeckt. Welchen Effekt die Cola genau hat, weiß ich aber auch nicht. Zucker? Farbstoff? Kohlensäure? Konsistenz?
Ist aber auch egal, denn der Kuchen hat eine geniale Konsistenz!
Richtig schön weich, saftig und leicht "klitschig", genau wie ich es mag.
Er schmeckt extremst schokoladig, so dass wir jeder nicht mal ein Stück vom Kuchen geschafft haben.


Insgesamt ist das Rezept wirklich super einfach und schnell gemacht.
Allerdings muss ich leider leider sagen, dass mir die Tonkabohne im Teig und in der Ganache zu stark hervortritt und mir das einfach zu dominant ist.
Mich erinnert es leider auch nicht an Vanille, sondern - wie der Geruch schon vermuten lässt - an Marzipan.
Das ist wirklich schade, aber auch nur mein persönlicher Geschmack. Ansonsten stelle ich mir vor, dass genau das für viele das gewisse Extra gibt.

Ich werde den Kuchen sicher noch mal backen, dann aber nur mit Vanille.
Und evtl. für meinen Geschmack noch etwas weiter modifizieren und dann auch entsprechend verbloggen.
Ich werde von meinem zweiten Versuch berichten!

Für jetzt ist das aber erst mal mein Beitrag zum heutigen Sonntagssüß, neuerdings gesammelt bei Facebook.

Dienstag, 24. April 2012

Zurück mit neuem Lesefutter und Rhabarber-Cupcakes

Wie die Zeit vergeht...
Meine Reise nach London war viel zu schnell vorbei und seit Donnerstag bin ich wieder zu Hause.
Doch offenbar habe ich mir dank Messehallenluft und Klimaanlage im Flugzeug direkt einen neuen Infekt eingefangen, nachdem der andere gerade auskuriert war. Mein armes Immunsystem ist wohl nicht ganz auf der Höhe.
Ich liege also seit Samstag mal wieder im Bett, habe fiese Halsschmerzen und bemitleide mich selber wenn ich mit Salzwasser gurgeln muss oder die halbe Nacht wach liege, um mir die Nase zu putzen.
Immerhin hatte ich so aber Zeit in aller Ruhe meine neuen Schätze durchzugucken - natürlich war ich in London wieder Bücher shoppen!

Aber eins nach dem anderen, erst mal ein kleiner kulinarischer Reisebericht:
Am Sonntag angekommen musste natürlich erst mal ein englisches Frühstück her. Dafür war ich im Mor-ish, einem kleinen Café/Deli in der Nähe des Hotels und der Messe. Urig, gemütlich, winzig und irgendwie "shabby", aber sehr nett. Da ich aber nicht so der Tomaten- und Pilze-Fan bin, habe ich mich für Pfannkuchen mit Bacon und Ahornsirup entschieden. Ich liebe diese Kombination einfach!
Abends ging es dann ins Wagamama. Nachdem wir vorher ziemlich viel zu Fuß unterwegs waren (u.a. auch bei Waterstones, um nach neuen Kochbüchern zu gucken...) und den ein oder anderen Schauer abbekommen hatten, war eine große Schüssel Nudelsuppe in Form von "chili chicken ramen" genau das richtige!
Montag abend gab es dann ein Dinner in einer echt netten Location, dem Babylon @ The Roof Gardens
Mal abgesehen von dem köstlichen Essen und dem guten Wein ist hier vor allem faszinierend, dass man sich im 7. Stock befindet und einen tollen Blick auf die Stadt hat, genau unter einem aber ein wunderschöner Garten mit verschiedensten Pflanzen und Tieren liegt. Wir hatten eine Terrasse zu unserem Raum und konnten so den Flamingos beim Schlafen zugucken...
Dienstag Abend war dann Fußballabend mit spanischem Bier im Pint und köstlichen Fish & Chips in einem urigen Pub: Courtfield.
Mittwoch war dann das Spiel in Chelsea und ich wollte mir einen Pubbesuch eher sparen, weil ich dachte, dass Barcelona gewinnen wird... Letztendlich habe ich das Stadion aber auch so gehört, weil es direkt um die Ecke war.
Ich war dann stattdessen im Westfield Shopping Centre. Da gibt es mal eben momentan 311 Geschäfte. Plus noch mal 43 im Luxusbereich "The Village". Da gibt es wirklich nichts, was es nicht gibt, ich hätte mich fast verlaufen. Foyles habe ich dann aber doch noch gefunden, um nochmal nach Büchern zu stöbern.
Abends war ich dann noch bei Gourmet Burger Kitchen, um einen leckeren Avocado-Bacon-Burger mit extra dünnen Rosmarinfritten und Blue Cheese Dip zu essen. Lecker!
Und am Donnerstag ging es leider auch schon wieder zurück...
Ich war übrigens beruflich da und stand von Montag bis Mittwoch 8 oder 9 Stunden nett lächelnd auf der Buchmesse.

Kommen wir jetzt dann auch zu den Büchern. Ich war auch ganz tapfer und habe nur 5 gekauft. Danach wäre mein Koffer aber auch zu schwer geworden...
Das sind sie, meine Schätze:



oben, von links nach rechts:
The Vintage Tea Party Book von Angel Adoree, The Wagamama Cookbook von Hugo Arnold, Mastering the Art of French Cooking Volume 1 von Julia Child

unten, von links nach rechts:
The Primrose Bakery Book von Martha Swift und Lisa Thomas, The Hummingbird Bakery Cookbook von Tarek Malouf

Es sind alles keine Neuerscheinungen, aber Bücher, um die ich schon länger rumgeschlichen bin oder in die ich sowieso mal reingucken wollte.
Nur "The Vintage Tea Party" war ein Spontankauf, weil das Buch einfach unfassbar cool ist. Super Layout, tolle Rezepte und alles Vintage, inkl. Einladungskartenvorlagen und Frisurentipps.
In den letzten Tagen habe ich alle Bücher auch direkt durchgeguckt und markiert, was ich alles nachkochen will. Und das ist ne Menge...


Hier hat ja alles mal mit Cupcakes angefangen und irgendwie habe ich diese Sparte in letzter Zeit ganz schön vernachlässigt. Ich bin ja auch nicht gerade für ausgefallene Kreationen bekannt und diese ganzen filigranen Sachen überlasse ich mal lieber den besseren und kreativeren Bäckern wie Nina und Sarah.
Allerdings habe ich ein Rezept gefunden, das mich sofort zum Nachbacken animiert hat: Rhabarber-Cupcakes aus "The Primrose Bakery".
Ich liebe ja Rhabarber, bin aber bisher noch nie auf die Idee gekommen Cupcakes damit zu backen.
Dabei lohnt sich das wirklich, es harmoniert super und schmeckt lecker süß-säuerlich-fruchtig.
Ich habe das Rezept etwas abgewandelt und für meinen Geschmack angepasst und vor allem in der Stückzahl verkleinert - 12 Cupcakes sind oft einfach zu viel. Ich habe aus dem Teig 7 mittelgroße Cupcakes herausbekommen. Wer sie lieber größer macht, erhält dann 6.



Rhabarber-Cupcakes:
für 6-7 Stück

Für den Teig:
150 g Rhabarber (gewaschen und geschält gewogen, eine möglichst rote Sorte)
130 g Zucker
1 El Vanillezucker (selber gemacht)
50 g Butter, zimmerwarm
1 Ei (Größe L)
125 g Mehl
1 Tl Weinsteinbackpulver
40 ml Milch

Für das Icing:
40 g Butter, zimmerwarm
100 - 120 g Puderzucker, fein gesiebt

Den Rhabarber gut putzen und waschen. Die Enden abschneiden. Den Rhabarber schälen, indem man mit einem Messer an einem Ende ansetzt und die Schale in Streifen abzieht. Die Schale aber nicht wegwerfen.
Die Stangen in etwa 0,5 cm dicke Stücke schneiden und zusammen mit den Schalen in einen kleinen Topf geben.
30 g Zucker und 125 ml Wasser dazugeben und die Mischung zum Kochen bringen.
Etwa 5 Minuten kochen lassen, bis der Rhabarber weich ist.
Durch ein Sieb abgießen, dabei den entstandenen Saft in einem anderen kleinen Topf auffangen.
Die Streifen der Schale rausnehmen und wegwerfen, den restlichen eingekochten Rhabarber gut abtropfen lassen und dann beiseite stellen.
Den Rhabarbersaft erneut zum Kochen bringen und sirupartig einkochen lassen, bis nur noch ca. 25 ml (oder etwa 2 El) übrig sind. Das dauert noch mal ca. 10 Minuten.
Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.



Den Ofen auf 175 °C vorheizen.
Ein Muffinblech mit 6 bis 7 Backförmchen auslegen.



Für den Teig die Butter mit dem restlichen Zucker und dem Vanillezucker cremig aufschlagen.
Das Ei dazugeben und gut unterrühren, bis eine luftig-cremige Masse entsteht.
Das Mehl mit dem Backpulver mischen und die Hälfte dieser Mischung zum Teig geben. Kurz unterrühren, dann die Hälfte der Milch dazugießen und gut unterrühren.
Den Rest Mehl, dann den Rest Milch jeweils kurz unterrühren.
Zuletzt den eingekochten und abgetropften Rhabarber untermischen.
Den Teig auf die Förmchen verteilen und die Cupcakes etwa 25 Minuten im unteren Drittel des Ofens backen, bis sie leicht gebräunt und durchgebacken sind.
Das Blech für 10 Minuten auf einem Kuchengitter auskühlen lassen, dann die Cupcakes aus der Form lösen und vollständig auskühlen lassen.


Für das Icing die Butter mit der Hälfte des Puderzuckers cremig rühren.
Die 25 ml (bzw. knapp 2 El) Rhabarbersirup unterrühren. Danach soviel weiteren Puderzucker unterrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Das Icing mit Hilfe eines Spatels oder eines flachen Messer nicht zu dick auf die ausgekühlten Cupcakes streichen.

Nach Belieben verzieren.


An meinem Lieblings-Obststand, den ich direkt vor der Tür habe, gab es heute die ersten heimischen Erdbeeren! Die haben keine Spanienreise hinter sich, sondern maximal 20 km Weg bis in meine Küche. Das riecht und schmeckt man jetzt schon!


Und weil die Cupcakes durch den eingekochten Rhabarbersirup (gerade von den Schalen kommt viel Farbe) eine ganz natürliche Färbung ins babyrosa bis pink annehmen, kann ich mein Rezept doch noch auf den letzten Drücker für den rosa April bei Uwe einreichen:

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Sorry, Uwe! Kein Steak bei mir. Aber Cupcakes passen doch auch ganz gut zum Thema, oder?

Samstag, 14. April 2012

Gegen den April-Blues: Rotweingulasch mit Spätzle

Wie ihr sicher bemerkt habt ist mein Oster-Countdown ziemlich abrupt abgebrochen.
Das war nicht beabsichtigt, kam aber leider so:
Ich hatte ja Urlaub in besagter Osterwoche und war so froh endlich wieder Kochen und Backen und Bloggen und Machen zu können. Erst mal habe ich alles erledigt, was so erledigt werden muss, wenn man mal zum ersten Mal nach 7 Monaten wieder richtig frei hat und dann war ich der festen Überzeugung dass das Osterwochenende mir und meiner Kenwood gehört.
Und dann kamen pünktlich an meinem quasi letzten offiziellen Urlaubstag, dem (bösen) Gründonnerstag abends die Halsschmerzen.
Und wer das kennt, den typischen Erkältungsverlauf, der immer gleich ist, der weiß, dass die Halsschmerzen ihre Freunde den Schnupfen und den Husten mitbringen.
Und so war es dann auch. Fieber und Schüttelfrost gesellten sich auch noch dazu und ich verbrachte eine ganze Woche (und somit auch das komplette Osterwochenende) krank im Bett.
Das war ziemlich doof, aber immerhin war das Wetter auch schlecht.

Aber so war das die Gelegenheit für mich noch mal ein schönes Schmorgericht zu machen. Wenn jetzt der Frühling kommt (auf den ich mich sehr freue!) und mit ihm die ganzen tollen Obst- und Gemüsesorten will ich eigentlich ungern weiter Winteressen kochen.
Deswegen, um den Winter zu verabschieden jetzt noch mal so etwas, danach schwenke ich mal langsam zum Frühling über.

Ich muss mich nämlich auch leider direkt wieder für fast eine Woche verabschieden - es geht auf Geschäftsreise! Und wenn ich wieder im Lande bin, ist der Frühling hoffentlich auch endlich da!


Ich hatte zuerst überlegt auch mal ein Boeuf Bourguignon zu machen, das ja auch schon seine Runde durch die Blogwelt hinter sich hat, allerdings mag ich Pilze ja nicht so wirklich und die Zubereitung war mir auch etwas zu aufwendig für meinen fiebrigen Kopf.

Stattdessen ist es ein simples aber köstliches Rotweingulasch mit Spätzle geworden.



Rotweingulasch mit Spätzle
für 2 Portionen

Für das Gulasch und die Rotweinzwiebeln
500 g Zwiebeln
2 Möhren
2 dünne Stangen Staudensellerie
500 g Rindfleisch aus der Keule, in gulaschgroße Stücke geschnitten
1 El Senf
1 El Mehl
1 El Tomatenmark
2 Lorbeerblätter
einige Thymianzweige
250 ml trockener Rotwein
250-300 ml Rinderbrühe
Olivenöl
Butter

Für die Spätzle
300 g Mehl
3 Eier
Salz
Butter

Den Ofen auf 160 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Die Zwiebeln schälen und vierteln.
Eine der Zwiebeln fein würfeln und in eine Schüssel geben.
Die anderen Zwiebeln "entblättern" und in eine separate Schüssel geben.
Die Möhre schälen, die Selleriestangen putzen, beides ebenfalls sehr fein würfeln und zur gewürfelten Zwiebel geben.

Das Fleisch trocken tupfen, in eine Schüssel geben, den Senf dazugeben und alles gründlich vermengen, bis das Fleisch rundherum mit Senf eingerieben ist.
Einen großzügigen Schluck Olivenöl mit einem Stück Butter in einem ofenfesten Bräter erhitzen.
Das Fleisch portionsweise rundherum anbraten, dann zur Seite stellen.
Das Bratfett wieder etwas auffüllen, dann das gewürfelte Gemüse dazugeben und gut anbraten.
Das Fleisch ebenfalls wieder dazugeben, mit dem Mehl bestäuben, alles gut vermengen und etwas fester werden lassen.
Tomatenmark dazugeben und kurz mit anrösten.
Alles mit 125 ml Rotwein ablöschen und kurz etwas einkochen lassen.
Ein Lorbeerblatt und die Hälfte der Thymianzweige dazugeben und mit der Brühe soweit aufgießen, dass das Fleisch bedeckt ist.
Einen Deckel auflegen und den Bräter in den Ofen schieben.
Das Gulasch für mindestens 3 Stunden schmoren lassen, evtl. zwischendurch etwas Wasser angießen oder die Temperatur um 10-20 °C reduzieren, wenn es anbrennen sollte.

In der Zwischenzeit etwas Öl in einem Topf erhitzen und die geviertelten Zwiebelstücke sanft anbraten. Einige Minuten weich dünsten, ohne dass sie Zwiebeln dabei Farbe annehmen.
Ein paar Thymianzweige und ein Lorbeerblatt dazugeben und mit dem restlichen Wein aufgießen.
Mit geschlossenem Deckel bei sehr niedriger Temperatur etwa 45 Minuten sanft schmoren lassen, bis ein Großteil der Flüssigkeit eingekocht ist.
Die Rotweinwiebeln danach abkühlen lassen und unmittelbar vor dem Servieren unter das Gulasch heben oder zum Servieren noch mal erhitzen und separat zum Gulasch reichen.

Für den Spätzleteig Mehl, Eier und 1/2 Tl Salz zusammen mit etwa 120 ml lauwarmem Wasser in einer Rührschüssel zu einem recht flüssigen, elastischen Teig verrühren.
Den Teig 10 Minuten in der Schüssel ruhen lassen, danach noch mal kräftig durchrühren.
Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, salzen und mit Hilfe eines Spätzleschabers oder einer Spätzlepresse portionsweise Spätzle in den Topf drücken (oder eben von Hand schaben). Die Spätzle kurz aufkochen lassen, dann aus dem Wasser schöpfen und in einem Topf warmhalten.
Wenn alle Spätzle fertig sind, etwas Butter unterrühren und die Spätzle direkt mit dem Gulasch servieren.

Mittwoch, 4. April 2012

Countdown Osterwoche: Laugenbrötchen mit viererlei Dips

Nach was Süßem muss wieder was Herzhaftes her...
Geht das anderen auch so?
Genau deswegen werden mir Partys und Fernsehabende immer so zum Verhängnis: nach Schokolade kommen Chips kommen Gummibärchen kommen Nachos usw.
Und so ist es im Blog ja irgendwie auch, immer schön abwechlungsreich.

Und nach dem supersaftigen Möhrenkuchen und den restlichen Osteranregungen aus dem Archiv von gestern, folgt jetzt mal wieder etwas herzhafteres für den Osterbrunch:
Schnelle Laugenbrötchen mit vier verschiedenen, zum Frühling passenden Dips.



Los gehts aber erst mal mit den Laugenbrötchen, denn während der Hefeteig geht, kann man prima die Dips zubereiten.



Schnelle Laugenbrötchen
für etwa 10-12 Stück

500 g Mehl
1 Tl Salz
1 Tl Zucker
1/2 Würfel frische Hefe
1 El Sonnenblumenöl
2 El Natron
nach Belieben: Mohn, Sesam, grobes Meersalz

Mehl, Salz und Zucker in einer großes Rührschüssel vermischen.
Die Hefe zerbröckeln und mit den Fingerspitzen direkt in das Mehl hineinkneten.
Das Sonnenblumenöl in 250 ml lauwarmes Wasser geben und die Flüssigkeit zur Mehlmischung gießen.
Mit der Küchenmaschine oder den Händen zu einem geschmeidigen Hefeteig verkneten.
Die Schüssel abdecken und den Teig etwa 1 Stunde gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.

Den Ofen auf 200 °C vorheizen.
1 Liter Wasser mit dem Natron zusammen in einem kleinen Topf aufkochen.
Aus dem Hefeteig etwa 10-12 Brötchen formen.
Jeweils 2-3 Teigkugeln gleichzeitig in die Natronlauge tauchen und etwa 30 Sekunden bis 1 Minute ziehen lassen.
Dann nach Belieben in Mohn, Sesam oder grobes Meersalz drücken und auf ein mit Backpapier ausgelegtes  Backlech setzen.
Etwa 20 Minuten backen, danach auf einem Gitter auskühlen lassen.

Super simpel und wirklich lecker.
Ich habe die Brötchen nicht weiter aromatisiert/verziert und wollte sie zum Dippen lieber klassisch haben.

Nun kommen wir aber zu den Dips:



von links nach rechts: Tomaten-Zwiebel-Dip, Paprika-Feta-Dip, Bärlauch-Dip und Thunfisch-Dip.

Alle Dips basieren als Grundlage auf einfachem Doppelrahmfrischkäse und sind in der Moulinette oder in einem Multizerkleinerer schnell zubereitet.
Wichtig ist nur, dass der Frischkäse vorher glatt gerührt und dann von Hand untergehoben wird, weil er sonst schnell zu flüssig wird.




1 Knoblauchzehe
1/2 Zwiebel
6-7 getrocknete Tomaten in Öl, abgetropft
200 g Doppelrahmfrischkäse, glattgerührt
Salz, Pfeffer

Knoblauchzehe und Zwiebel schälen.
Beides zusammen kurz hacken, dann die Tomaten dazugeben und bis zur gewünschten Konsistenz weiterhacken.
Zuletzt den Frischkäse unterheben und die Mischung abschmecken.










1 rote Paprikaschote
1 Knoblauchzehe
1/2 Zwiebel
100g Feta
200 g Doppelrahmfrischkäse, glattgerührt
Salz, Pfeffer

Die Paprikaschote waschen, vierteln und entkernen.
Mit der Hautseite nach oben auf einem Rost unter dem Backofengrill so lange rösten bis die Haut schwarz wird und Blasen wirft.
Die Paprika aus dem Ofen nehmen und direkt in einen Gefrierbeutel geben und gut verschließen.


10 Minuten ruhen lassen, danach lässt sich die Haut ganz einfach abziehen.
Knoblauch und Zwiebel schälen und zusammen hacken.
Paprika und Feta dazugeben und bis zur gewünschten Konsistenz weiterhacken.
Zuletzt wieder den Frischkäse unterrühren und den Dip abschmecken.






1 Bund (50 g) Bärlauch
200 g Doppelrahmfrischkäse, glattgerührt
Salz, Pfeffer

Den Bärlauch verlesen, waschen und die Stiele abschneiden.
Die Blätter fein hacken, mit dem Frischkäse verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.















1 Knoblauchzehe
1 rote Zwiebel
1 Dose Thunfisch in Öl
200 g Doppelrahmfrischkäse, glattgerührt
Salz, Pfeffer

Knoblauch und Zwiebel schälen und fein hacken.
Thunfisch abgießen, gut abtropfen lassen und kurz mithacken.
Mit dem Frischkäse verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.












Die Dips bis zur Verwendung kalt stellen und mit den ausgekühlten Laugenbrötchen zusammen servieren.





Dienstag, 3. April 2012

Countdown Osterwoche: Möhrenkuchen

Wie die Zeit verfliegt.
Gerade habe ich noch mein Weihnachtsmenü gekocht, schon steht Ostern vor der Tür.
Wir befinden uns sogar schon mitten in der Osterwoche und es wird höchste Zeit, dass ich mal mit ein paar österlichen Ideen um die Ecke komme.
Zuletzt war ich beruflich recht eingespannt und kam nicht wirklich dazu neue Sachen auszuprobieren und so in meiner Küche zu werkeln, wie ich gerne wollte.
Doch jetzt habe ich Urlaub. Noch eine ganze Woche! Und neben den ganzen Dingen, die ich noch tun wollte (Klamotten kaufen: erledigt, Wohnungsputz machen: erledigt) will ich vor allem in der Küche stehen.
Passenderweise habe ich heute den ersten frischen deutschen Rhabarber und regionalen grünen Spargel bekommen, endlich ist der Frühling da!
Bärlauch gibt es jetzt auch überall und heute freue ich mich auf mein Lieblings-Risotto.

Für alle die, die sich auch noch nette Sachen für das Osterfest mit der Familie überlegen, hier schon mal ein paar Anregungen fürs Osterbuffet oder den Osterbrunch aus meinem Archiv:
Schnelle Tomaten-Quiche
Mangold-Quiche mit Feta
Spargelquiche mit zweierlei Spargel
Spinatsalat mit Ziegenkäse und karamellisierten Haselnüssen
Ricottatarte mit Kräutern
Ostern 2011: Hefezopf, Osterlamm, Bärlauchpesto-Schnecken, Rübli-Cupcakes, Panna Cotta
Französische Bratkartoffeltarte mit Crème fraîche und Salbei
Miniquiches mit Tomaten und Feta
Blaubeer-Vanille-Tarte
Mediterrane Grillgemüsetarte mit Ricotta und Feta
Hefegebäck zum Frühstück
Amerikanisches Weißbrot
Kleine Erdbeer-Charlotte
Blueberry-Cream-Scones
Mini-Zitronen-Küchlein

Wer immer noch nicht genug hat, für den habe ich jetzt noch was nettes.
Nach den Rübli-Cupcakes aus dem letzten Jahr, gibts dieses Jahr mal wieder einen klassischen Möhrenkuchen, allerdings wieder mit Frischkäsefrosting, weil es wunderbar harmoniert.
Der kleine Möhrenkuchen passt noch super auf das österliche Brunch-Buffet oder zum Nachmittags-Kaffee.


Möhrenkuchen
für eine kleine 20cm-Springform

Für den Kuchen:
3 Eier
150 g brauner Zucker
1 Vanilleschote
150 g frisch geraspelte Möhren
150 g gemahlene Haselnüsse
150 g Mehl
1/2 Tl Weinsteinbackpulver
1 Prise Salz
Fett und etwas gemahlene Haselnüsse für die Form

Für das Frosting:
150 g Doppelrahmfrischkäse, Zimmertemperatur
50 g Butter, Zimmertemperatur
150 g Puderzucker, doppelt gesiebt


Den Backofen auf 175 °C vorheizen.
Die Springform einfetten und mit gemahlenen Haselnüssen ausstreuen. Gleichmässig verteilen und überschüssige Nüsse entfernen.

Die Eier trennen.
Eiweiß sehr steif schlagen und beiseite stellen.
Das Eigelb zusammen mit dem Zucker und dem ausgekratzten Mark aus der Vanilleschote schaumig aufschlagen. Solange rühren, bis sich der braune Zucker weitgehend aufgelöst hat.
Die geraspelten Möhren mit den gemahlenen Haselnusskernen vermischen und vorsichtig unter den Teig rühren.
Mehl mit Backpulver und Salz mischen und ebenfalls kurz unterheben.
Zum Schluss den Eischnee unterheben.

Gleichmässig in die Springform verteilen und etwa 40 Minuten backen.
Danach in der Form auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Für das Frosting den Frischkäse und die Butter nur kurz mit einem Schneebesen glattrühren.
Den Puderzucker ebenfalls nur kurz und nicht zu kräftig unterrühren, damit die Masse nicht zu flüssig wird.

Den ausgekühlten Kuchen aus der Form lösen und mit dem Frosting bestreichen.

Montag, 26. März 2012

Französische Bratkartoffeltarte mit Crème fraîche und Salbei

Hach ihr Lieben, war das nicht ein herrliches Wochenende?
Köln vermeldete das ganze Wochenende über herrlichen Sonnenschein und strahlend blauen Himmel.
Einfach ein wunderbares Frühlingswochenende. So schön, dass ich den Samstag dazu genutzt habe mein Fahrrad wieder frühlingsfit zu machen. Dank neuem Fahrradhelm (in Köln sehr wichtig!), Sicherheitsschloss und Lenkerkorb bin ich jetzt auch wieder soweit ausgestattet durch die Gegend zur radeln.
Ich hatte ganz vergessen wie praktisch ein Fahrrad ist und wieviel Spaß das doch macht!
Bisher habe ich immer sehr ländlich gewohnt und da wurde das Fahrrad nur gebraucht, wenn man mal eine Radtour gemacht hat. Köln war zu weit weg, um mal eben mit dem Fahrrad dorthin zu fahren, der nächste Supermarkt lag entweder am Fuße eines Berges, den man mit vollen Tüten nicht wieder hochradeln wollte oder am Ende einer vielbefahrenen Landstraße ohne Fahrradweg. Außerdem hatte ich ja immer ein Auto.
Nun wohne ich mitten in der Stadt, habe mein Auto verkauft, bin Inhaberin eine Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel und habe nun eben noch mein Fahrrad.
Gestern hatten meine Mädels und ich damit einen wunderbaren Tag in Köln.
Um 10 Uhr (gefühlt wegen Zeitumstellung: 9 Uhr...) gab es Frühstück um die Ecke im Café Franck. Sehr empfehlenswert. Und es lohnt sich früh aufzustehen, wenn man noch einen Platz auf der sonnigen Terrasse haben möchte.
Weiter ging es dann zum Flohmarkt an der Bastei am Rhein und von dort weiter zum neuen Rheinauhafen mit Zwischenstopp am Schokoladenmuseum bis zu einer abschließenden Rhabarberschorle in der Südstadt. Um 19 Uhr war ich dann wieder zu Hause. Und alles mit dem Rad erledigt. Herrlich!
Ich kam mir wieder vor als wenn ich 12 gewesen wäre und den ganzen Tag draußen auf dem Reiterhof verbracht hätte. Man ist danach so zufrieden und fühlt sich so erholt.

Kommen wir aber dann doch mal langsam zum Essen, denn das hier ist schließlich nicht mein persönliches Tagebuch oder ein Kindheitserinnerungenblog, sondern immer noch ein Foodblog.
Und ich habe das alles auch nur erzählt, weil ich am Wochenende so gar nicht in meiner Küche stand. Dürfte jetzt nachvollziehbar sein, warum nicht.

Dafür habe ich heute dann wieder gewerkelt.
In der März-Ausgabe der "Lust auf Genuss" hat mich ein Rezept besonders angesprochen: Der Bratkartoffel-Kuchen mit Knusper-Salbei.
Da mein Liebster mehr so der Pastaesser ist und meine ganzen liebsten Kartoffelrezepte verschmäht, habe ich die Gelegenheit genutzt und meinen einsamen Mittag heute mit diesem Rezept gefüllt.
Und als der Liebste dann von der Arbeit kam und ein Stück probieren musste, stellte er fest, dass es eigentlich ganz ok schmeckt und ich das ruhig zum Abendessen servieren darf. Würde er sich jetzt so nicht bestellen, aber man kanns essen. Juchu!




Ich habe mich ziemlich dicht an das Original-Rezept von S. 26 der März-Ausgabe gehalten und finde aber, dass das ganze eine französische Bratkartoffeltarte ist.

Deswegen hier mein Rezept für die
Französische Bratkartoffeltarte mit Crème fraîche und Salbei

für eine Tarteform mit 26 cm Durchmesser

Für den Teig:
150 g Mehl
1/2 Tl Salz
75 g kalte Butter in Stückchen
30 ml Wasser (ca. 2 El)
Fett für die Form
Mehl für die Arbeitsfläche
Hülsenfrüchte zum Blindbacken

Für die Füllung:
1 kg festkochende Kartoffeln
50 ml Olivenöl
1/2 Bund Salbei (ca. 20 Blättchen)
200 g Crème fraîche
Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss
2-3 Knoblauchzehen

Mehl, Salz und Butterstückchen in eine Schüssel geben und mit einem Pastry Blender oder einem normalen Messer durchhacken.
Wasser dazugeben und alles weiter bearbeiten, bis ein krümeliger Teig entsteht. Rasch mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten, diesen fest in Frischhaltefolie wickeln und 1 Stunde in den Kühlschrank legen.

Die Kartoffeln schälen und in nicht zu dicke Scheiben schneiden oder hobeln.
Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen.
Die Salbeiblättchen waschen, gut trocken tupfen und im Olivenöl knusprig frittieren.
Mit einem Schöpflöffel aus dem Öl heben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Die Kartoffelscheiben in die Pfanne geben und rundherum kurz anbraten. Temperatur weiter reduzieren und die Kartoffeln bei aufgelegtem Deckel etwa 15 Minuten sanft braten. Dabei gelegentlich umrühren.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Eine Tarteform (möglichst mit herausnehmbaren Boden) leicht einfetten.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwas größer als die Form ausrollen und wie einen Crêpe zweimal zusammenfalten. In die Tarteform legen, vorsichtig aufklappen und an Boden und Rändern gut andrücken. Überstehenden Teig abschneiden.
Den Teig mehrfach mit einer Gabel einstechen, dann mit Backpapier belegen und mit Hülsenfrüchten beschweren.
Etwa 20 Minuten vorbacken.

Die bissfest gegarten Kartoffeln in eine große Schüssel geben.
Crème fraîche kurz glattrühren, dann über die Kartoffeln gießen. Mit reichlich Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Knoblauch schälen und fein hacken oder pressen und zu den Kartoffeln geben. Alles vorsichtig vermengen, ohne dass die Kartoffelscheiben auseinanderfallen.

Vorgebackenen Tarteboden aus dem Ofen nehmen und Backpapier samt Hülsenfrüchten entfernen.
Die Kartoffeln gleichmäßig auf dem Tarteboden verteilen. Wer die Muße hat, kann sie dachziegelartig anrichten, ich mag es da lieber etwas rustikaler.
Weitere 25 Minuten backen.

Die fertige Tarte aus dem Ofen nehmen und 5-10 Minuten auf einem Gitter auskühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form nehmen. Mit den frittierten Salbeiblättchen garnieren und entweder heiß, lauwarm oder auch kalt servieren. Dazu passt ein frischer grüner Salat.




Die französische Variante gefällt mir schon ziemlich gut, die Kombination ist wirklich lecker.
Mir fehlt lediglich ein gewisser Pfiff. Beim nächsten Mal würde ich fein gewürfelte Schalotten mit den Kartoffeln braten.
Ich stelle mir das ganze auch als deutsche Variante mit Speck, Zwiebeln, Schmand und Petersilie sehr lecker vor. Das probiere ich bestimmt auch mal aus.



Da das ganze bei jeder Temperatur schmeckt und sich auch ganz gut in der Mikrowelle wieder aufwärmen lässt, passt es super zum Brunch oder als kleine Mahlzeit.

Mittwoch, 21. März 2012

Lieblingsnudeln: Frische Tagliatelle mit Trüffelschinken, Blauschimmelkäse und jungem Spinat


Hach, momentan habe ich einfach einen Run.
Alles was ich anfasse wird zu Lieblingsgerichten.
Erst der köstliche Süßkram mit den Oreo Banoffee Pies und nun diese neuen Lieblingsnudeln, die tatsächlich die Pappardelle mit Nusspesto und Parmaschinken ablösen.
Und ich muss wieder zugeben, dass ich mir auch dieses Gericht von Vapiano abgeguckt habe, wie schon die Spinat-Pesto-Pizza.
Über den eher ungemütlichen Kantinenstil habe ich mich ja schon ausgelassen, aber die Nudelzubereitung dort finde ich toll.
Die Pasta wird vor Ort frisch gefertigt und man kann den Köchen beim Brutzeln zugucken.
Besonders witzig finde ich, dass in einer Art Wok gekocht wird.
Das Zugucken und Entgegennehmen des frisch gekochten Gerichts belohnt dann auch für das teilweise extrem lange Anstehen.
Bei meinem letzten Vapiano-Besuch habe ich brav mit einer Freundin zusammen gewartet und die Pasta des Monats gegessen.
Und weil die Idee so toll war und die Pasta so lecker war, habe ich sie jetzt direkt zu Hause nachgekocht.
Und ich bin schwer begeistert - eine wirklich tolle Kreation!
Das Geheimnis sind sicher auch die Schalotten und der Dijon-Senf, die den gewissen Pfiff an die Sauce bringen.

Und weil ich es ja stilecht nachkochen wollte, habe ich das ganze im Wok zubereitet. Das ist wirklich eine grandiose Idee - man kann alles genau auf den Punkt garen und kann am Ende noch bequem die Nudeln für 2 Personen gut durchschwenken. Probiert das unbedingt mal aus!
Ich habe es beim ersten Mal sogar stilecht in 2 Woks nebeneinander gekocht, um das Vapiano-Feeling zu bekommen...

Und weil es so lecker schmeckt und ich noch Trüffelschinken übrig hatte, habe ich das ganze heute Abend gleich schon wieder gekocht. Dieses Mal nur in einem Wok. Und ich fand die Zubereitung wieder toll.


Hier mein Rezept für
Frische Tagliatelle mit Trüffelschinken, Blauschimmelkäse und jungem Spinat
verfeinert mit Dijon-Senf

für 2 Portionen

200 g Mehl
2 Eier
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
2 große Hände voll junge Spinatblätter (ca. 150 g)
100 g Edelpilz-Blauschimmelkäse, wer es lieber mild mag nimmt cremigen Gorgonzola, wer es lieber würzig mag nimmt Roquefort
150 g Trüffelschinken, vom Metzger in eine etwa 1 cm dicke Scheibe geschnitten
1-2 Tl Dijonsenf
200 ml Sahne
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Aus dem Mehl und den Eiern einen geschmeidigen Nudelteig kneten.
Ich lasse meine Kenwood dafür etwa 10 Minuten laufen und knete den Teigballen dann noch kurz von Hand zu einer Kugel.
In Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
Danach in zwei Teile teilen und durch die Nudelmaschine zu einem dünnen Teig ausrollen (ich nehme Stufe 8 von 9). Von Hand oder mit einem Aufsatz zu Tagliattelle schneiden. Nebeneinander auf ein Handtuch legen, damit die Nudeln nicht verkleben. Bis zur Verwendung mit einem Handtuch abdecken.


Als nächstes die ganzen weiteren Zutaten vorbereiten und bereitlegen.
Schalotten und Knoblauch schälen, fein würfeln und zusammen in einem Schüsselchen neben dem Herd bereitstellen.
Spinat putzen und gut trocken schütteln.
Käse falls nötig entrinden und in einige größere Stücke zerteilen.
Den Schinken in etwa 1 x 1 cm große Würfel schneiden und ebenfalls an den Herd bereitstellen.


Eine große Pfanne mit hohem Rand oder eben einen beschichteten Wok auf mittlere Temperatur erhitzen.
Einen ordentlichen Schluck Olivenöl hineingeben und kurz erwärmen.

In der Zwischenzeit großzügig gesalzenes Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und die Nudeln etwa 2-3 Minuten garen, bis sie an die Oberfläche steigen. Danach abgießen und tropfnass im Topf warmhalten.

Nun als erstes den Schinken in den Wok geben und langsam rundherum anbraten. Er soll dabei keine Farbe annehmen.
Danach die Schalotten mit dem Knoblauch dazugeben und sanft glasig dünsten, ohne dass sie Farbe annehmen. Einige Minuten garen lassen.
Als nächstes den Käse dazugeben und schmelzen lassen.
Den Dijon-Senf dazugeben und gut unterrühren.
Die Sahne angießen und alles sanft köcheln lassen, bis der Käse ganz geschmolzen ist.
Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Spinat in den Wok geben, den Herd ausschalten und den Spinat nur kurz zusammenfallen lassen.
Die Nudeln dazugeben und kurz unterrühren.
Auf vorgewärmte Pastateller verteilen und sofort servieren.

Die Zubereitung geht wirklich schnell und einfach, wenn man alles vorbereitet und bereitstellt.
Die Temperatur sollte die ganze Zeit nicht zu hoch sein, damit alles sanft gart und nicht anbrennt.

Ich werde auf jeden Fall weitere Pastagerichte im Wok zubereiten und testen, was man noch so alles damit machen kann.

Montag, 19. März 2012

Achtung: Traumdessert! Köstliche Oreo-Banoffee-Pies

Ich schwebe im 7. Desserthimmel! Ich bin im Karamellglück! Im Schokoladentraum!
Ich habe es gefunden - DAS Dessert. Ich bin verliebt!

Aber der Reihe nach...
Eigentlich bin ich unter der Woche ja eher gut darin herzhafte Sachen zu verbloggen, leichte Küche und klassische Gerichte.
Das Rezept hier kann aber einfach nicht bis zum nächsten Wochenende warten.

Vor dem vergangenen Wochenende habe ich mich mit niedlichen kleinen Bio-Bananen eingedeckt, die (wie alle anderen auch) die Angewohnheit haben schnell braun zu werden. Und sobald sie auch nur ein braunes Pünktchen an der Schale vorweisen, bin ich die Einzige, die sie bei uns noch isst...
Da die Bananen einen gewissen Reifegrad hatten, musste ich mir also schleunigst etwas für sie einfallen lassen.
Und da ich noch eine Dose russische Karamellcreme in den Untiefen meiner Backschublade hatte, war die Idee für einen Banoffee-Pie geboren. Davon habe ich immer wieder gelesen und wollte es mal ausprobieren, allerdings stand es bisher nicht sehr weit oben auf meiner Prioritätenliste.

Beim Rumsurfen im Internet bin ich auf die Idee gestoßen den Banoffee-Pie  weder mit klassischem Keksbröselboden noch mit Mürbeteig zu machen, sondern mit einem dunklen Boden aus Oreokeksen.

Wer keinen gut sortierten Supermarkt mit russischen Produkten hat, kann entweder selber auf die bewährte Methode zurückgreifen und eine Dose Milchmädchen zu Karamell einkochen oder den Karamellaufstrich von Bonne Maman verwenden.



Und so entstand der unfassbar leckere Desserttraum:

Oreo-Banoffee-Pie
für 2 Tarteletteformen mit je 12 cm Durchmesser

12 Oreokekse (3 Tütchen)
30 g Butter, zerlassen
1/2 Dose (200 g) Karamellcreme
2 reife Bananen
200 ml Sahne
1 Päckchen Sahnesteif
2 Tl Zucker
2 El geriebene Zartbitterschokolade
evtl. etwas Fett für die Form

Die Oreos in einem Multizerkleinerer fein zerhacken. Die zerlassene Butter dazugeben und alles noch mal gut durchmixen.
Die beiden Tarteletteformen falls nötig etwas einfetten.
Jeweils die Hälfte der Keksbrösel in jede Form geben, gleichmäßig verteilen und mit den Händen gut andrücken.
Die Formen für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Als nächstes die Karamellcreme auf den gut durchgekühlten Keksboden verstreichen.
Die Bananen schälen und in schmale, leicht schräge Scheiben schneiden. Gleichmäßig auf der Karamellcreme verteilen.

Die Sahne in einen hohen Rührbecher geben und kurz durchmixen.
Sahnesteif und Zucker mischen und mit dem Handmixer unter die Sahne rühren, steif schlagen.
Die Sahne nach Belieben in einen Spritzbeutel geben und dekorativ auf die Bananenscheiben verteilen. Man kann sie aber auch einfach nur mit einem Messer darauf verteilen.
Die geriebene Schokolade darüberstreuen.
Alles noch mal mindestens 1 Stunde vor dem Servieren in den Kühlschrank stellen.


Ich hätte nicht gedacht, dass ein paar so wenige Zutaten und eine so simple Zubereitung (bis auf die Wartezeiten) etwas so köstliches ergeben können!
Der Geschmack hat mich direkt so umgehauen, dass das ab sofort und offiziell mein Lieblingsdessert ist.

Es ist allerdings nicht ganz einfach den Keksboden von der Form zu lösen, da die Creme dabei etwas auseinander läuft. Wirklich ansehnlich für ein schickes Dinner ist das Dessert auch nicht. Ich stelle mir das ganze aber auch super als Schichtdessert im Glas oder direkt in einer großen Schüssel toll vor.
Für den nächsten Besuch werde ich es mal als Schichtdessert ausprobieren.

Die Portionen sind übrigens durchaus, ähm, üppig bemessen. Ich denke man bekommt von diesen beiden Förmchen auch durchaus 3-4 Leute satt und glücklich. Für Einzelportionen nehme ich nächstes Mal kleinere Formen.


Wenn ihr Oreos, Bananen, Karamell und Schokolade mögt, müsst ihr unbedingt mal diese Kombination ausprobieren!

Sonntag, 18. März 2012

Sonntagsfrühstück: Blueberry-Cream-Scones mit Clotted Cream und Marmelade

Heute nach dem Aufstehen war ich einfach zu faul die Straßenseite zu überqueren und zum Bäcker zu gehen. Das sind Luxusprobleme...


Stattdessen wollte ich selber mal wieder was nettes zum Frühstück machen.
Brötchen, Brot usw. hätte ich aber clevererweise gestern schon vorbereiten sollen. Pancakes hatten wir erst vor kurzem, außerdem wird der Ahornsirup mal wieder knapp. Und Waffeln gab es auch zuletzt vor nicht allzu langer Zeit.


Da ich noch ein Päckchen frische Blaubeeren im Kühlschrank hatte, kam ich auf die Idee mal wieder Scones zu machen. Meine letzten Scones liegen auch schon wieder eine ganze Weile zurück. Und da nächsten Monat wieder beruflich ein Trip nach London ansteht, kann ich mich ja schon mal wieder auf die Essgewohnheiten einstimmen.
Meine letzten, sehr klassischen Scones passen eher zum 5-Uhr-Tee und waren typisch britisch zubereitet.
Dieses Mal musste aber was zum Frühstück her und meine Inspiration habe ich in Cynthia Barcomi's Backbuch gefunden und einfach auf meine Bedürfnisse hin umgewandelt. Dort heißen sie "Classic Cream Scones" und enthalten Schokolade und Korinthen (brrr...).
Sie sind super schnell gemacht und schmecken einfach köstlich. Genau das richtige für einen gemütlichen (und faulen) Sonntagmorgen.




Blueberry-Cream-Scones
für 8 Scones


350 g Mehl
75 g Zucker
2,5 Tl Weinsteinbackpulver
1 Prise Salz
90 g kalte Butter in Flöckchen
1 Ei 
175 ml Sahne
125 g frische Blaubeeren
1 El Zucker zum Bestreuen
Mehl für die Arbeitsfläche


Den Backofen auf 200 °C vorheizen.


Mehl, Zucker, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel vermischen.


Die Butterflöckchen darauf geben und mit einem Pastry Cutter, einem Messer oder den Fingerspitzen in die Mehlmischung einarbeiten. Es sollte eine krümelige Konsistenz entstehen.


In einer kleineren Schüssel das Ei kurz mit dem Schneebesen verquirlen. Die Sahne gut untermixen.


Die Sahnemischung in die große Schüssel geben und alles mit einem Holzlöffel kurz und kräftig verrühren. Nicht zu lange rühren, sondern nur so lange, bis das Mehl grob untergearbeitet ist.


Die Blaubeeren verlesen, waschen und trocknen und dann vorsichtig unter den Teig heben.


Den Teig aus der Schüssel auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche kippen und vorsichtig mit den Händen zu einem etwa 2-3 cm hohen Kreis formen.




Jetzt wie einen Kuchen mit einem großen Messer in 8 gleichgroße Tortenstücke teilen.




Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Scones versetzt und mit ausreichend Abstand zueinander auf das Blech setzen.




Etwa 20-25 Minuten im unteren Drittel des Ofens backen, bis die Scones leicht gebräunt sind. Evtl. noch etwas höher einschieben und ein paar Minuten weiter oben backen.


Danach direkt vom Blech nehmen und auf ein Kuchengitter setzen. 10-15 Minuten auskühlen lassen, dann direkt frisch servieren.


Dazu passt besonders gut Clotted Cream mit Marmelade oder Konfitüre. Mit Butter oder auch pur schmecken die Scones aber auch köstlich.
Ich hatte dieses Mal dran gedacht und mir Clotted Cream im English Shop besorgt.





Da man die Scones sowohl zum Frühstück, zum Brunch als auch zum Nachmittags-Tee oder -Kaffee genießen kann, möchte ich sie auch als mein heutiges Sonntagssüß bei Nina | Fräulein Text einreichen.


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